„Haben kein Monopol“ - Die Stadtwerke nehmen Stellung zu hohen Nachtstrompreisen

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Die Stadtwerke weisen die Kritik von Stadtrat Norbert Rehm zurück, eine „monopolartige Stellung“ beim Nachtstrom zu haben. Die Preiserhöhung um bis zu 47 Prozent gehe auf wegfallende Subventionen auf Bundesebene zurück.

 

Aalen. „Die Stadtwerke Aalen GmbH stellt ihr Stromnetz diskriminierungsfrei allen Vertrieben zur Verfügung“, heißt es in der Presseerklärung. Die Behauptung, die Stadtwerke würden anderen Vertrieben den Netzzugang zur Belieferung ihrer eigenen Kunden im Stromnetzgebiet der Stadtwerke Aalen GmbH verwehren, ist falsch.
Man habe mit den ihren Heizstromkunden Zeitverträge abgeschlossen. Bereits beim Abschluss des zum Jahresende 2010 ausgelaufenen Heizstromvertrages sei im Sommer 2009 auch vereinbart worden, dass dieser Vertrag zum 31. 12. 2010 ende: „Daher ist der Vorwurf einer zu kurzfristigen Information nicht sachgerecht.“
Der Grund für die Preiserhöhungen im neuen Vertrag liege im starken Anstieg der steuerlichen und behördlichen Anteile im Heizstrompreis, auf den die Stadtwerke Aalen keinen Einfluss hätten. Hinzu komme der Wegfall von steuerlichen Vergünstigungen, da aus Sicht der Bundesregierung das Heizen mit Strom weder klimaschonend noch umweltfreundlich sei.
Ursprünglich habe die Bundesregierung sogar geplant, den Einsatz von Strom in Nachtstromspeicherheizungen zu verbieten. Von diesem Plan wurde allerdings Abstand genommen, da es eine sehr große Härte für die Heizstromheizer dargestellt hätte. „Der Vorwurf, die Stadtwerke würden ihre Kunden abzocken, wird zurückgewiesen und ist fachlich falsch“, so Sprecher Uwe Förstner.
Zudem liege die Heizstromerhöhung bei den Kunden im Schitt bei monatlich etwa 70 Euro. Mit den neuen Heizstrompreisen entstünden Kosten für die Wärmeversorgung, die der Höhe nach auch bei den anderen Energieträgern zu verzeichnen seien.
© Schwäbische Post 26.01.2011